Lichttherapie

Die positive Wirkung des Sonnenlichtes auf Körper und Seele ist wissenschaftlich anerkannt. Licht beeinflusst über den Sehnerv die “innere Uhr” von Menschen und Tieren und so unser ganzes Leben. Die Hormonproduktion und die Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn werden durch die innere Uhr gesteuert und damit auch unser Wohlbefinden, unser Appetit, unser Schlaf.

Seit mehr als zehn Jahren weiß man um den positiven Effekt der Lichttherapie auf Depressionen. Die gezielte Behandlung mit Licht hilft der inneren Uhr, ihren Takt wiederzufinden, in dem sie den Melatoninspiegel im Gehirn senkt und das Gehirn dazu anregt, vermehrt Serotonin auszuschütten, den Botenstoff, der nachweislich gegen Depressionen wirkt und auch als Wirkstoff vieler Antidepressiva bekannt ist. Das Serotonin verbessert die Informationsvermittlung der Gehirnzellen und unterstützt dadurch das Gehirn, wieder effektiver zu arbeiten und Melatonin abzubauen. Denkprozesse werden aktiviert, der Schlafrhythmus stellt sich ein und der Patient kann sich selbst wieder intensiver spüren und sein Leben gestalten.

Für die Lichttherapie wird eine helle fluoreszierende Lampe mit vollem Spektrum und einer Intensität von 2500 – 10 000 Lux verwendet, sie strahlt damit etwa 200-mal heller als übliche Zimmerbeleuchtungen. Der Patient wird dazu angehalten, täglich eine morgendliche Lichtdusche zu nehmen (ca. 30 min). Dazu bekommen sie das Gerät mit nach Hause und können es bequem, z.B. beim Frühstück einsetzen.

 

Aber nicht nur gegen die Depression wirkt die Lichttherapie. Auch Schlafstörungen, Migräne oder Hormonschwankungen bei Menstruationsbeschwerden können durch die Lichttherapie positiv beeinflusst werden. 

 

Die Lichttherapie hat keinerlei UV-Strahlen und sollte daher mit der Fototherapie ("Sonnenbank") nicht verwechselt werden!

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© W. Temme